Informationen f. Einrichtungen

KITopenData soll Hochschulen des Landes Baden-Württemberg beim Aufbau einer lokalen Infrastruktur für die Langzeitarchivierung und Bereitstellung von Forschungsdaten unterstützen

Integration in die Bibliothekssysteme

Es werden unterschiedliche Integrationsszenarien angeboten, um den Dienst möglichst flexibel an unterschiedliche Standortvoraussetzungen der jeweiligen Bibliotheken anzupassen. Der konkrete Datenfluss der lokalen Forschungsdaten zu KITopenData sowie die Erfassung des erforderlichen Mindestsatzes an zugehörigen Metadaten hängen von der Umsetzung in der Bibliothek ab:

(1) Vollintegration (2) Teilintegration (3) keine Integration
Die Erfassung der Metadaten ist in die Workflows des Repository der Bibliothek integriert. Für den Upload der Forschungsdaten nutzen die Forschenden den Upload im Repository, welche direkt die Schnittstelle von KITopenData anspricht. Die Erfassung der Metadaten kann auch hier über die Workflows des Repository erfolgen. Die Forschungsdaten werden jedoch zunächst über eine bibliothekseigene Schnittstelle an die Bibliothek übertragen. Diese leitet die Forschungsdaten dann im Anschluss an KITopenData weiter. Die Erfassung der Metadaten und die Übertragung der Forschungsdaten erfolgen vollständig getrennt vom Repository. Die Bibliothek verweist die Forschenden direkt auf das Portal von KITopenData.
Vorteile:
  • Die Ablage der großen Datenmengen der Forschungsdaten erfolgt getrennt von der eigenen Infrastruktur.
  • Keine Brüche im Workflow für die Nutzer.
  • Rückfluss der Analysen zur LZA in das eigene Repository.
Vorteil:
  • Auf Basis der lokalen Zwischenspeicherung der Forschungsdaten können erweiterte Beratungsservices der Bibliothek etabliert werden.
  • Keine Brüche im Workflow für die Nutzer.
Vorteil:
  • Die lokale Infrastruktur muss nicht angepasst werden.

Technische Voraussetzungen am Standort

Einzige technische Voraussetzung für die Nutzung des Dienstes KITopenData ist die Vergabe von persistenten Identifikatoren für die Dissertation (DOI oder URN), die von der Bibliothek als Referenz zur Verfügung gestellt werden müssen. Im Fall der Szenarien der Voll- bzw. Teilintegration muss das Repository außerdem über eine OAI-Schnittstelle für die Übertragung der Metadaten an KITopenData verfügen. Außerdem bietet KITopenData dafür eine REST-Schnittstelle an.

Authentifizierung

Die Einbringung von Forschungsdaten in KITopenData setzt voraus, dass die Forschenden einer teilnehmenden Bibliothek zugeordnet und authentifiziert werden können. Dabei kooperiert KITopenData mit dem überregionalen Dienst bwIDM, der für IT-Services baden-württembergischer Hochschulen ein gemeinsames und föderatives Identitätsmanagement bereitstellt. Allerdings kann in der Praxis die Abgabe der Forschungsdaten zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen als die Meldung der Publikation bzw. die Veröffentlichung des Volltexts. Um auch die Fälle abzudecken, in denen sich Forschende nicht mehr über bwIDM authentifizieren können, wurden technische und organisatorische Lösungen für teilnehmende Bibliotheken entwickelt, so dass der Upload von Forschungsdaten ohne Verzögerungen erfolgen kann.

Langzeitarchivierung

KITopenData hält die eingebrachten Forschungsdaten für eine Mindestdauer von 10 Jahren vor. Der Dienst arbeitet auf der technischen Seite mit dem SCC des KIT zusammen, das mit bwDataArchiv eine nachhaltige Infrastruktur für die Speicherung von Forschungsdaten unter Gewährleistung der Bitstream Preservation“ bereitstellt. KITopenData bietet eine automatisierte Prüfung und Rückmeldung zur Langzeitarchivierbarkeit der eingebrachten Forschungsdaten. Die lokalen Bibliotheken können die dafür zugrundeliegenden Regeln selbst pflegen und um eigene Erfahrungswerte erweitern.

Nachnutzung von Forschungsdaten

Ein wichtiger Aspekt von KITopenData ist die Bereitstellung der Forschungsdaten zur Nachnutzung durch andere Forschende und Interessierte. KITopenData stellt dafür sowohl Metadaten als auch persistente Links und Identifier über eine Landingpage zur Verfügung. Forschungsdaten werden außerdem grundsätzlich unter Open-Access-Lizenzen gestellt. Beim Upload können auf Wunsch des Autors bzw. der Autoren Embargos eingerichtet werden, die die Nutzung der Forschungsdaten für einen gewissen Zeitraum verhindern. Innerhalb dieser Embargofrist können ausgewählte Nutzer Zugriff auf die Forschungsdaten erhalten. Die Identifizierung der dazu Eingeladenen erfolgt wiederum über bwIDM.

Datenschutz und Qualitätssicherung

Die Einhaltung entsprechender Datenschutzrichtlinien ist über die Nutzungsbedingungen von KITopenData geregelt. Für die inhaltliche Vollständigkeit und Konsistenz der Forschungsdaten sind die Datengeber selbst verantwortlich. Eine formale Prüfung der Metadaten sowie weitere Beratungsservices erfolgen durch die jeweiligen Bibliotheken. KITopenData unterstützt diese Qualitätsprüfungsprozesse durch technische Analysen und gibt entsprechende Rückmeldungen an die Bibliotheken.

Mehrwertdienste für Forschende

Zusätzlich zur Integration in die Bibliotheksinfrastrukturen der kooperierenden Bibliotheken stellt KITopenData für Forschende weitere Services auf Landesebene bereit: Forschende können in das zentrale Portal von KITopenData Profilbilder hochladen sowie persönliche Identifier (z.B. ORCID, Researcher ID) und weitere Kontaktdaten - auf Wunsch auch für die Öffentlichkeit - hinterlegen.

Kosten und Nachhaltigkeit von KITopenData

Der Dienst wird nachhaltig von der KIT-Bibliothek betrieben. Zur Deckung der Anwendungsbetreuung wird teilnehmenden Bibliotheken eine Aufwandsentschädigung (je 10TB) in Rechnung gestellt. Dafür erhalten sie entsprechenden Speicherplatz. Bei Bedarf kann dies jederzeit aufgestockt werden. In der Anfangsphase wird KITopenData vom Land Baden-Württemberg unterstützt, so dass für Erstanwender keine Kosten entstehen.

Partner werden

Meine Bibliothek möchte KITopenData für die Abgabe von Forschungsdaten nutzen – was ist zu tun?

Checkliste

  1. Abschluss eines Kooperationsvertrag mit dem KIT
  2. Entscheidung über ein Integrationsszenario (+ weitere technische Details)
  3. Erstellung eines lokalen Verfahrensverzeichnisses
  4. Für den Fall einer Teilintegration ist zusätzlich ein bilateraler Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung erforderlich

Entsprechende Musterverträge können Sie von uns erhalten. Gerne helfen wir Ihnen weiter. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!